Kinderhaut



Kinderhaut ist im Vergleich zur Erwachsenenhaut weniger dick, hat aufgrund der geringeren Talgbildung eine schwächere Abdichtung und kann den physiologischen pH-Wert der Haut noch nicht so schnell korrigieren. Sind manche Bausteine der Haut genetisch bedingt nicht korrekt aufgebaut oder harmonieren wegen inkorrekter Erbanlagen nicht im Zusammenspiel miteinander, kann dies zum Atopischen Ekzem (Neurodermitis) mit ausgeprägt trockener, schuppender und juckender Haut führen. Schon der eigene Schweiß plagt dann solche Kinderhaut mit brennendem Juckreiz. Kratzen und Superinfektion mit Bakterien (Staphylokokken -> Schmutzflechte) oder Viren (Dellwarzen, Dornwarzen, Herpesbläschen) folgen aufgrund fehlender antimikrobieller Peptide so besonders gern. Statistisch gesehen zeigt fast jedes 4. Baby in unseren Breiten Zeichen der Neurodermitis.
Es ist also ganz wichtig trockene, aber auch normale Kinderhaut, sanft zu reinigen und zu pflegen! Kinderhaut bis zur Pubertät profitiert von zusätzlicher Pflege. Eine Überpflege oder ein “Gewöhnen” der Kinderhaut an die zusätzliche Pflege gibt es nicht.
Besonders im feuchten Zustand (Duschen, Baden) können wertvolle Pflanzenöle gut in die Haut einziehen und sie bereits während der Reinigung pflegen. Ein Ölbad mit Mandel-, Soja- und Weizenkeimöl hinterläßt nach dem Bad bereits ein samtig weiches, gepflegtes Hautgefühl.
Nachtkerzensamenöl oder Borretschöl in Hautpflegeprodukten helfen die Haut “abzudichten”, indem Zell-Zellverbindungen gestärkt werden. Die Basispflege der Kinderhaut sollte 2x täglich, bzw. nach dem Baden oder Duschen erfolgen.
Kapuzinerkresse- oder Efeuextrakt sind schon seit dem Mittelalter bewährte, natürliche Bestandteile von juckreizlindernden, die Kopfhaut beruhigenden Shampoos. Sie eignen sich hervorragend zur Haarwäsche der Kinderkopfhaut.

 
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